Marstek Venus E im Langzeittest: Wie viel Kapazität bleibt nach rund 317 Zyklen?

LiFePO4-Batteriezellen bei einer Kapazitäts- und Zellspannungsmessung

Mein Marstek Venus E läuft inzwischen seit gut anderthalb Jahren. Über openHAB und Modbus kann ich nicht nur den Ladezustand sehen, sondern auch Leistung, Batteriestrom, Zellspannungen und Temperaturen aufzeichnen. Nachdem der angezeigte Ladezustand am oberen Ende auffällig schnell auf 100 Prozent sprang, wollte ich wissen: Wie viel nutzbare Kapazität liefert der Speicher tatsächlich noch?

Dafür habe ich zwei kontrollierte Lade- und Entladezyklen durchgeführt. Das Ergebnis war in beiden Läufen praktisch identisch: Zwischen 100 und 12 Prozent Ladezustand kamen 3,33 kWh Wechselstrom aus dem Speicher. Batterieintern wurden rund 3,84 kWh beziehungsweise knapp 74 Ah entnommen. In diesem Beitrag erkläre ich die Messwerte so, dass man dafür kein Batterielabor benötigt.

Die technische Grundlage ist meine bereits beschriebene Einbindung des Marstek Venus E in mein Smart Home. Die Messdaten lese ich über die Modbus-Anbindung an openHAB aus. Und kurz zum Bildchen des Beitrags: Das ist natürlich nur ein Symbolbild, zerlegt habe ich den Speicher nicht 😉

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Marstek-Speicher mit openHAB prüfen: Kapazität und Zellwerte automatisch auswerten

Batteriezellen mit Strommessung und erkannter Zellabweichung

Ein Batteriespeicher kann in der Hersteller-App völlig normal aussehen und trotzdem deutlich weniger nutzbare Energie liefern als erwartet. Genau das zeigte sich bei meinem Marstek Venus E: keine Warnung, kein Fehlercode und unauffällige Temperaturen – aber zwei reproduzierbare Entladetests ergaben nur rund 3,84 kWh auf der Batterieseite und knapp 74 Ah zwischen 100 und 12 Prozent SOC.

Damit sich solche Messreihen ohne direkten Zugriff auf InfluxDB auswerten lassen, habe ich ein PowerShell-Skript erstellt. Es fragt die historischen Werte über die offizielle openHAB-Persistence-REST-API ab, erkennt die Entladephase und erstellt daraus einen Bericht, eine CSV-Datei und strukturierte JSON-Daten. Das mitgelieferte Mapping enthält direkt die Item-Namen meiner Marstek-Installation.

Der konkrete Anlass, die beiden kontrollierten Messläufe und die Reaktion des Herstellers sind im Beitrag Marstek Venus E im Langzeittest: Wie viel Kapazität bleibt nach rund 317 Zyklen? dokumentiert.

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Marstek Venus E: Modbus-Register mit openHAB schreiben

Kurzlich habe ich über die Integration des Marstek Venus E in openHAB per modbus-Binding berichtet. Da ich bisher nur lesend auf die Register zugegriffen habe, war es jetzt an der Zeit, auch Teile der Steuerung per modbus umzusetzen. Das genutzte Gateway ist bei mir der Waveshare Rail-Mount Serial Server, RS232/485/422 to RJ45 Ethernet.

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Marstek Venus E per Modbus an openHAB anbinden

Der Marstek Venus lässt sich ja sehr gut mit dem Shelly betreiben, wie ich in einem vorherigen Beitrag schon beschrieben habe. Was allerdings bislang nur über die App einsehbar ist, ist z.B. der Ladestand der Batterie. Gerade diesen Wert möchte ich in openHAB sehen, um auf die App verzichten zu können und die Werte auch in Automatisierungen verwenden zu können.

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Marstek Venus E mit openHAB und virtuellem Shelly steuern

Als ich die PV-Anlage installiert habe, habe ich zwei Shelly Pro 3 EM installieren lassen. Jeweils dreiphasig misst einer den PV-Ertrag, der andere den Hausverbrauch. Das saldieren übernimmt openHAB.

Für Nachrüstspeicher ist das keine optimale Situation. Diese können oft mit einem Shelly interagieren – allerdings muss der Shelly direkt am Hausanschluss sitzen und für sich bereits Ertrag und Verbrauch saldieren. Physikalisch lässt sich das leider nicht einfach ändern, die Strommess-Klemmen umzusetzen klappt aus Platzgründen in der Verteilung nicht. Da müsste der Elektriker ran und etwas mehr umbauen.
Auch die vorhandenen Speicher konnten mich nicht restlos überzeugen. Die PV-Anlage besteht ausschließlich aus mehreren Microwechselrichtern und vom Dach geht daher eine AC-Leitung in den Keller. DC-Speicher zwischen PV-Paneel und Microwechselrichter erscheinen mir bisher arg als Bastellösung. Am liebsten hätte ich den Speicher im Keller und das auch als reinen AC-Speicher. Somit war das Thema „kleiner Heimspeicher“ erst einmal gestorben.

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